Being Beastly von Jennifer Alice Jager

Quelle: Kobo ebooks

Gelesen: Oktober 2018

Genre: Fantasy und Liebe

Kurzbeschreibung:

**Märchenadaption von »Die Schöne und das Biest«: Wenn Schönheit auf Grauen trifft und Furcht zu Liebe wird…**

Als die schöne Valeria erfährt, wen sie heiraten soll, ist ihr wohlbehütetes Leben auf einen Schlag vorbei. Um den jungen Grafen Westwood ranken sich Schauergeschichten von einem Fluch und ihr neues Heim gleicht eher einer Ruine als einem herrschaftlichen Herrenhaus. Auch Westwood selbst benimmt sich ihr gegenüber mehr wie ein eiskaltes Biest und nicht wie der Mann von Stand, der er eigentlich sein sollte. Doch dann stößt Valeria in einem verstaubten Raum auf magische Windlichter, die jedes für sich ein Geheimnis bergen. Sie zeigen Valeria einen ganz anderen Grafen, voller Freundlichkeit und Güte…

Quelle: Kobo ebooks

 

Blogbeitrag:

Ich habe, da muss ich ehrlich sein, lange mit mir gehadert ob ich das Buch kaufe oder nicht, denn wenn man ein Märchen kennt, dann dachte ich, würde es genau so ausgehen und wenn ich das Ende schon kenne bevor ich das Buch angefangen habe zu lesen, verdirbt es mir die Überraschung. Ich bin aber denn noch überrascht gewesen als ich das Buch gelesen habe, ich konnte wirklich parallelen zu dem Märchen herstellen, aber es ist dennoch ganz anders.
Es ist nicht aus der Ich-Erzählperspektive, sondern eine Allwissend aber in der Perspektive von der Hauptfigur, der wunderschönen Valeria. Ausnahmen gibt es bei Erinnerung, aber da will ich nicht zu viel verraten.
Das Cover finde ich sehr kitschig, sehr mädchenhaft und verspielt, für meine Geschmack etwas zu viel. Ich hätte vielleicht eine mystische alte Herrenhausruine genommen mit einem theatralischen Hintergrund und ein Mädchen in einem auffälligen Kleid in Rot oder einer anderen knalligen Farbe in einem Viertel des Bildes vor der Ruine. So hätte man hervorheben können, dass das Magische and an der Geschichte und wie wenig die Schönheit doch zu diesem Ort passt.

Nichts desto trotz, ist es eine Leseempfehlung, für jeden der sich in einem schönen Märchen verlieren möchte.

ACHTUNG SPOILER!

Es geht um das wohl schönste Mädchen in der Stadt, Valeria. Sie ist aber nicht nur schön, sondern auch schlau und macht immer das was von einer Dame erwartet wird. Valeria, hat immer auf den Tag hin geeifert, wo sie vor den König tritt und er ihr die beste Partie als Ehemann zuteilt. Ein gutes Ansehen zu wahren, um die beste Partie zu bekommen bedeutet auch verzichten und das hat Valeria von klein aufgetan. Als sie 16 Jahre alt wird, tritt sie vor den König und er erklärt sie zur verlobten, eines Lords. Dieser Lord jedoch ist belastet mit mystischen Gerüchten und auch wenn Valeria an den Prinzen als Partie gedacht hat, ist sie gewillt das beste daraus zu machen.

Das Anwesen ihres zukünftigen ist weit weg und Valeria hat glück ihre beste Freundin als Zofe dabei zu haben. Als die beiden auf dem Anwesen antreffen, ist Valeria verwirrt. Das Haus ist eine Ruine, verfallen, leer und groß. Es scheint, als gebe es kein Personal und der Staub bekommt schon beine, so dick ist die Schicht.

Valeria kommt auch mit ihrem Verlobten nicht klar, denn er ist immer zu abweisend und zurückgezogen. Doch sein Leibarzt hat es ihr angetan. Er ist nett und zuvorkommend, hat immer ein Kompliment auf Lager und ermutigt sie bei ihrem Vorhaben das Haus wieder auf Vordermann zu bringen. Valeria verliebt sich.

Eines Tages jedoch stößt Valeria auf eine Kammer mit Gläsern, voller Magie. In den Gläsern befinden sich Erinnerungen, weggesperrt von dem Herrn des Hauses. Um mehr über ihren Verlobten zu erfahren, zerbricht Valeria die Gläser und schaut sich die Erinnerungen an. In einer der Erinnerungen stößt sie auf ein Mädchen, welches der Lord in Kindertagen liebte und Valeria erfährt auch, dass der Lord kein direkter Nachfahre des alten Lords war.

Valeria beschließt das Mädchen von früher ausfindig zu machen und bittet sie, dem Lord eine Chance zu geben. Sie willigt zuerst ein.

Irgendwann ist Valeria sich ihrer Verliebten Gefühle gegenüber dem Leibarzt bewusst und ist bereit es ihm zu gestehen, als der Lord auf einmal aufkreuzt und den Arzt verschwinden lässt. Valeria ist am Boden zerstört. Sie versteht zuerst nicht, dass der Leibarzt ein Trugbild war. Eine Erscheinung, die auftritt als Folge der vielen Erinnerungen, die man mit Magie wegsperrt, ein Teil der Seele des Herrn wird gespaltet und es entsteht ein Trugbild. Valeria versteht zunehmend, dass sie sich nicht in den Leibarzt verliebt hat, sondern in ihren Verlobten, der seine Gefühle zu ihr leugnen wollte.

Die Beiden kommen sich näher und es scheint ein Happy End zu geben, doch es kommt anders. Valeria erfährt nebenbei, dass ihr Verlobter eine schwere Last mit sich trägt. Die Last des Wolfes, welcher durch die Familie das Mädchens, in das er verliebt war die Erben des Lords vor langer Zeit dazu verflucht hat. Valeria denkt an Hilfe des Mädchens von früher, schließlich war sie ja schon bei ihr. Doch die Frau, welche sie heute ist, will den Wolf tot sehen, da sie ihre Chance sieht so die Gunst des Königs zu erlangen. Sie bricht den Zauber, der dem Wolf gestattet bei Tag Mensch zu sein und nimmt den Wolf mit, aber nicht ohne vorher das Anwesen zu verbrennen.

Valeria ist wieder bei null und ihre große Liebe ist auch noch in Gefangenschaft und wird gefoltert.

Mit der Liebe im Herzen und dem Willen eines Tieres nimmt Valeria ihren Mut zusammen und geht mit einem alten Freund von ihrem Verlobten in die Hauptstadt um ihre Liebe zu befreien.

Es gelingt wenn auch mit Verlusten. Was genau passiert ist möchte ich nicht verraten, denn es ist zwar wie das Märchen die schöne und das Biest, aber dennoch anders.

Die Beiden leben glücklich bis ans ende ihrer Tage.

Ende des Buches.

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