Berühre mich. nicht. von Laura Kneidl

Quelle: Kobo ebooks

Gelesen: Juli 2018

Genre: New adult; Liebe und Romantik

Kurzbeschreibung: Sie dachte, dass sie niemals lieben könnte. Doch dann traf sie ihn …

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint, und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt dies ihr Herz gefährlich schneller schlagen …

Quelle: Kobo ebooks

 

Blogbeitrag:

Ich denke zu dem Cover muss ich nicht viel sagen, es ist bildhübsch!
Es sieht aus würde man versuchen eine Schablone über das natürlich schöne legen und es damit in einen Rahmen zwängen, was aber nicht geht, da die Natur neunmal ungestüm und wild ist, aber auch Individuell, so wie diese Gesichte.
Durch die Kurzbeschreibung weiß man nicht sofort wovor der Hauptcharakter Sage solch eine Angst hat aber das wird im Laufe des Buches dann klar. Sage, eine junge Frau mit einer schrecklichen Vergangenheit erzählt aus der Ich-Perspektive, wie schwer es ist mit Berührungsängsten ein neues Leben anzufangen in einer ungewohnten Umgebung und wie schwer es ist mit solch einer Angst die Liebe zu zulassen.
Eine Herzzerreißende Geschichte, die einen zum Nachdenken und Mitfühlen anregt.

ACHTUNG SPOILER!

Sage will nicht anderes als wenn von dem Ort, der sie auf Schritt und Tritt verfolgt.
Sie packt alles was sie hat, kauft sich von ihrem Ersparten einen klapprigen VW-Bus und fährt so weit weg wie möglich. In Nevada kommt sie an und muss sich damit abfinden, dass sie erstmal in ihrem Bus leben muss, ohne Job und mit den Kosten fürs Studium.
Damit das aber nicht so bleibt und ihr irgendwann das Geld ausgehen würde, sucht sie sich einen Nebenjob, wo sie hofft Geld zu verdienen, was reicht und keine Gefahr auf Panikattacken läuft.
Die Bibliothek erscheint ihr als sehr gelegen und sie nimmt ihn an, auch wenn sie Sicht viel verdient.
Um es direkt zu sagen, Sage leidet an panischen Berührungsängsten, welche sie durch ein Trauma erlittenen hat. Missbraucht und misshandelt von ihrem Stiefvater hat sie vor jeder männlichen Person Angst, die kein Kind mehr ist und kein Rentner. Leider trifft Sage in ihrem Nebenjob auf Luca der alles andere als harmlos auf sie wirkt. Im ersten Moment droht alles über Sage zusammenzubrechen aber sie hat sich auch für Psychologie als Studienfach entschieden, weil sie sich der Sache selbst stellen will, also nimmt sie all ihren Mut zusammen und versucht so gut es geht damit zu leben.
Luca hat eine Schwester und diese ist in Nevada nun Sage Beste Freundin, welcher sie sich auch teilweise anvertraut und welche ihren Bruder überredet, bei den Beiden in der Wohnung auf der Couch zu schlafen, als in Sages VW eingebrochen wurde und fast alles gestohlen.

Als Mitbewohnerin kommt sie Luca auch immer näher, aber Sage schafft es nicht von Ihrem Trauma zu erzählen. Sage versucht eine Beziehung mit Luca, der für sie mittlerweile nicht mehr der ist, vor dem sie solch eine Angst hat.

Luca möchte über die Weihnachtsfeiertage, dass Sage mit ihm und seiner Schwester, zu ihnen nach Hause kommt und ihren Vater und seine neue Frau kennenlernt. Sage sieht darin eine Ausrede nicht nach Hause zu müssen, zu ihrem Stiefvater und willigt ein. Eines Tages ruft allerdings ihr Stiefvater über das Handy von ihrer Schwester an und sagt ihr, dass er sie holen kommt, wenn sie Sicht kommt und genau weiß wo sie ist. Sage schafft es noch auf zu legen aber als sie realisiert, dass er wirklich weiß wo sie ist, in dem er ihr eine SMS schickt mit der Adresse von Lucas Elternhaus, bricht etwas in ihr zusammen.
Sage macht einen Rückzieher und verlässt Luca mit einer herzzerreißenden Ausrede. Sie sieht keine andere Möglichkeit als Luca so weh zu tun und reist ab, einen Tag vor Weihnachten. Sage mietet hals über Kopf das billigst Hostel was sie findet und versucht allein mit ihren Panikattacken klar zu kommen.

Ende Buch 1

Rückblickend muss ich sagen, es war nicht richtig von Sage so zu handeln aber die Angst lässt einen manchmal dumme Dinge tun und die Liebe dann auch noch dumme Dinge sagen. Es scheint so als würde Sage nie mit dieser Angst fertig werden aber dafür gibt es ja noch einen 2. Teil.

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